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- Zwischenbericht vom 15.05.2011 von der Ich Denke an Dich Aktion

 

ARGE „Ich denk’ an Dich!“ – Aktion

Die Solidaritätsaktion „Ich denk’ an Dich!“ wurde 2009 in Anlehnung an die niederländische „Actie Schouderklop“ der KNMB Pro Rege entwickelt. Der Startschuss fiel in Deutschland im Herbst 2009. Ziel ist es, die Soldatinnen und Soldaten unseres Landes, die in Krisengebiete entsandt werden, ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen. Im Rahmen der Aktion können Ansichtskarten, Briefe, Zeichnungen o.ä. an unbekannte Soldatinnen und Soldaten gesendet werden. Aus logistischen Gründen ist es uns nur möglich, Briefe und Postkarten, allerdings keine Päckchen weiterzuleiten. Sollten Sie ein Päckchen verschicken wollen, können Sie dies über die Paketaktion von Solidarität mit unseren Soldaten und ihren Familien (www.solidaritaet-mit-soldaten.de) tun.

Die „Ich denk’ an Dich!“ – Post wird in der KAS-Geschäftsstelle kontrolliert und zum Versand in die Einsatzländer vorbereitet. Die Briefe werden gesammelt und alle zwei bis drei Wochen an die Mitarbeiter unserer OASE-Betreuungseinrichtungen verschickt. Diese leiten die Post an die zuständigen Militärseelsorger zur Verteilung an die Soldatinnen und Soldaten weiter. Die Briefe werden, sofern keine anderen Versandwünsche angegeben sind, nach Afghanistan geschickt.Bei Kontrollen haben uns Mitarbeiter/innen der KAS viele Briefe sehr berührt. Uns fielen aber auch Briefe auf, die Folgendes beinhalteten:

        * Beleidigungen
        * Unverständnis darüber, wieso jemand Soldat wird bzw. geworden ist
        * Ausführungen zu „Tod“, „Mord“ oder „Mörder“
        * zwanghafte Bekehrungen sowie
        * sehr viele Informationen zu eigenen Problemen und Ängsten

Unserer Einschätzung nach sind dies nicht ermunternde, sondern entmutigende Botschaften. Aus diesem Grund leiten wir derartige Briefe nicht weiter. Wir bitten darum, beim Schreiben der Briefe oder Karten darauf zu achten, dass auf derartige Formulierungen verzichtet wird. Aussortiert werden von uns ebenso Massenproduktionen und kopierte Serienbriefe.
Die Soldatinnen und Soldaten erhalten mit den Umschlägen Feedbackkarten, welche an unsere Geschäftsstelle zurückgesendet werden.

Der überwiegende Teil gab an:

        * „Post aus der Heimat tut immer gut“ sowie
        * „Super Idee, weiter so“.

Einige wenige gaben allerdings an, dass sie mit der Aktion nichts anfangen konnten. Von den Militärseelsorgern im Einsatz erhielten wir die Rückmeldung, dass nicht so gut ankam, wenn viele Briefe von ein und derselben Person geschrieben wurden - ein Brief reiche, wäre authentisch, weniger aufgesetzt und glaubhaft.

Dagegen wird insbesondere Post von Kindern sehr gut angenommen. Pünktlich für die Weihnachtspostsendung hat sich eine Lehrerin mit ihrer dritten Klasse an der Aktion beteiligt. Die Briefe landete unter anderem bei den Soldatinnen und Soldaten des Transportzuges des 4./LogUstgBtl in Mazar-e-Sharif, die als Dankeschön ein Paket für die Schülerinnen und Schüler an die KAS-Geschäftsstelle schickten. Bei der persönlichen Übergabe des Pakets freuten sich die Kinder sehr über die tolle Rückmeldung aus dem Einsatzgebiet.

Wir freuen uns über jeden, der unsere Aktion unterstützt. Hinweise zum Ablauf der „Ich denk’ an Dich!“ – Aktion finden Sie im Informationsblatt, das als Download auf www.OASE-Einsatzbetreuung.org bereit steht. Für Fragen stehen wir gerne per E-Mail an info@OASE-Einsatzbetreuung.de oder telefonisch unter +49 (0228) 9886218 zur Verfügung.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unsere Soldatinnen und Soldaten im Einsatz solidarisch unterstützen!

Mit freundlichen Grüssen
i.A.
Ihre Ellen Richter
(Betreuungsabteilung KAS)

 

 

 

 

- Aufruf 12.04.2011 !!!

 

Berlin, 12.04.2011.
Der Schauspieler und Reservist Gregor Weber, dem TV-Publikum vor allem als Tatort-Kommissar bekannt, hielt kürzlich eine viel beachtete Rede zum Soldatsein, zu Auslandseinsätzen und Belastungsstörungen sowie zur Verantwortung der Gesellschaft.Ein Auszug.... „Ich glaube nicht, dass irgendein Soldat der Bundeswehr nach seiner Rückkehr aus dem Einsatz als Held gefeiert werden möchte. Und sicher hilft es keinem an PTBS leidenden Soldaten, wenn man ihm bei einer Parade zujubeln würde oder ihm eine Medaille verleiht. Er braucht Behandlung, Aufmerksamkeit und Zeit, um vielleicht wieder in Ordnung zu kommen. Hier steht zuvorderst der Dienstherr in der Verantwortung und die nimmt er, soweit ich das sehe, auch immer besser wahr.Aber wir alle können helfen, die verwundeten Seelen zu heilen. Indem wir aufhören, die Soldaten im Alltag zu ignorieren. Indem wir aufhören, ihnen irgendeine Schuld zu geben, und sei es nur unterschwellig. Indem wir anfangen, uns für sie zu interessieren. Indem wir anfangen, ihnen hin und wieder zu danken.Man kann aus vielerlei Gründen gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr sein. Politische Gründe, moralische. Es ist unsere Pflicht als Bürger in einer Demokratie, unseren Abgeordneten und unserer Regierung genau zuzusehen bei ihren Entscheidungen und unsere Meinung dazu deutlich kundzutun. Es darf und muss Demonstrationen gegen Auslandseinsätze geben, es darf und muss Bürger geben, die entweder alle Einsätze kategorisch oder nur bestimmte Einsätze aus konkreten Gründen ablehnen.Es darf und muss Bürger geben, deren Pazifismus so unbedingt ist, dass sie die Armee und den Soldatenberuf abschaffen möchten.ABER !!!!So lange wir eine Armee haben und so lange Soldaten dieser Armee in unserem Namen in lebensgefährliche Einsätze geschickt werden, solange haben diese Soldaten ein Recht auf unser aller Mitgefühl, unser aller Solidarität und darauf, dass sie sich für die Erfüllung ihrer Pflichten nicht rechtfertigen oder gar schämen müssen.Denn sie sind unsere Soldaten, ob wir eine Armee wollen oder nicht. So wie auch Abgeordnete, die wir nicht gewählt haben, dennoch unsere Abgeordneten sind. So wie parlamentarisch legitimierte Gesetze, die uns persönlich nicht in den Kram passen, dennoch unsere Gesetze sind, an die wir uns zu halten haben.Das ist Demokratie.Und, in Bezug auf unsere Soldaten, menschliches, menschenwürdiges Miteinander.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

Bundeswehr bald in Libyen ?! 08.04.2011

Und noch eine Kehrtwende. Jetzt will die Bundesregierung doch Bundeswehr-Soldaten nach Libyen schicken, aber nur zur humanitären Hilfe. Das ist gut, der Glaubwürdigkeit Guido Westerwelles schadet die Entscheidung dennoch weiter. Das Internet ist etwas Tolles, und die Seite des Bundestags ist etwas besonders Tolles. Verpasst man eine Debatte, sitzt man fern vom Reichstag, kann man im Parlamentsfernsehen hier nachverfolgen, die Videos sind schön nach Redner geordnet. Das, nur nebenbei, ist eine echte Errungenschaft.Und so konnte man am Freitag im Parlamentsfernsehen wieder einmal Guido Westerwelle bestaunen. Zu Libyen sagte der Außenminister zwar kein Wort, weil es darum laut Tagesordnung auch nicht ging, sondern er sprach über den Jahresabrüstungsbericht 2010 der Bundesregierung. Die Redner von SPD und Grünen hielt das keineswegs davon ab, Westerwelle seine jüngste libyenpolitische Volte um die Ohren zu hauen. Denn am Donnerstag hatte der FDP-Mann verkündet, dass Bundeswehrsoldaten an einer humanitären Mission in Libyen beteiligt werden könnten - auf Uno-Anfrage, eingebettet in eine EU-Mission, ausgestattet mit einem Bundestagsmandat. "Die Kehrtwende Marsch ist zum Ungütesiegel Ihrer Politik geworden", schimpfte SPD-Mann Groschek, von einem "Zickzackkurs" sprach die Grüne Agnes Malczak.

Der Kampfeinsatz war eine humanitäre Mission

In der Tat hat die Bundesregierung nach dem spektakulären "Jein" im Uno-Sicherheitsrat zur Resolution 1973, die einen Militäreinsatz in Libyen völkerrechtlich erlaubte, nun wieder eine Wende vollzogen, quasi ein Moratorium für die Enthaltung angesetzt. Auch wenn Außen- und Sicherheitspolitiker von FDP und Union oder Regierungssprecher Steffen Seibert sich wortreich bemühen, den Unterschied zwischen humanitärem Einsatz und Kampfeinsatz hervorzuheben, wenn sie Widersprüche bestreiten, so ist bei Lichte betrachtet doch klar: Deutschland wird sich entgegen der früheren Aussagen von Westerwelle nun doch mit Soldaten an der größeren Libyen-Mission beteiligen. Die krampfhafte Unterscheidung zwischen Kampfeinsatz und humanitärem Einsatz ist dabei sehr konstruiert, weil gerade an jenem Samstag, als dem der so genannte Kampfeinsatz begann, in Bengazi eine humanitäre Katastrophe in Form eines Gemetzels drohte. Der Kampfeinsatz war eine humanitäre Mission. Dazu kommt, dass jetzt noch deutlicher wird, dass Berlin der Resolution 1973 problemlos hätte zustimmen können. Von vorneherein war klar, dass auch ein "Ja" Deutschlands nicht automatisch in die Beteiligung an allen Militäraktionen münden würde, sondern bestenfalls in die Beteiligung an einem Teil der weiter gefassten Libyen-Mission. Genau das soll jetzt auch geschehen. Die Enthaltung, die so erhebliche außen- und bündnispolitische Schäden angerichtet hat, wird somit noch mehr zur Farce. Aber, was soll's? Es stimmt schon, wie SPD und Grüne ätzen, dass Westerwelle einmal mehr eine Volte geschlagen hat, dass seine Glaubwürdigkeit noch mehr leidet. Aber man ist es schon fast leid, täglich auf diesen totalen Vertrauensverlust hinzuweisen. Es ist nun, wie bei der Atomwende, immerhin eine Wende für einen guten Zweck.

Ein bündnispolitischer Canossa-Gang

Denn auch wenn die Details des Einsatzes erst noch geklärt werden müssen, so ist es richtig, dass die Bundesregierung sich daran beteiligen will, aus humanitären Gründen, aber auch als bündnispolitischer Canossa-Gang, Als Hauptaufgaben der Mission hat Westerwelle die Sicherstellung der medizinischen Versorgung und den Schutz von Flüchtlingstransporten genannt. Entsendet werden könnte eine der beiden "EU-Battlegroups." In einer davon stellt Deutschland 990 Soldaten - Sanitäter, Feldjäger, Pioniere und Personal zur Führungsunterstützung. Die Unterstützung des Bundestags, auch von Grünen und SPD, dürfte als sicher gelten. Dagegen ist natürlich die Linkspartei, die jetzt auch auf Westerwelle schimpft. Damit hat er auch seine letzten Freunde in der Opposition verloren.

ARD sendet doch weiter für Soldaten in Afghanistan

Die ARD beendet ihren Zickzack-Kurs um den Satellitenempfang des Ersten im Ausland. Den Soldaten wird das Programm in Afghanistan nach Protesten nicht abgeschaltet. Die ARD wird Das Erste wieder über Eutelsat nach Afghanistan ausstrahlen. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte in Stuttgart, der Senderverbund sei der Meinung gewesen, er habe mit dem Verteidigungsministerium eine einvernehmliche Lösung gefunden. Die ARD-Intendanten bedauerten, dass das Ministerium in den vergangenen Tagen nicht mehr zu diesem Verhandlungsergebnis gestanden habe. Die Kosten von etwa 400.000 Euro jährlich, die durch die Ausstrahlung über Eutelsat entstünden, werde die ARD tragen. Die ARD wird Das Erste wieder über Eutelsat nach Afghanistan ausstrahlen. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte in Stuttgart, der Senderverbund sei der Meinung gewesen, er habe mit dem Verteidigungsministerium eine einvernehmliche Lösung gefunden.Die ARD-Intendanten bedauerten, dass das Ministerium in den vergangenen Tagen nicht mehr zu diesem Verhandlungsergebnis gestanden habe. Die Kosten von etwa 400.000 Euro jährlich, die durch die Ausstrahlung über Eutelsat entstünden, werde die ARD tragen.

 

Lizenzen um Sportrechte

Die ARD habe dem Verteidigungsministerium angeboten, Nachrichten und Sportsendungen kostenlos zur Verfügung zu stellen, sagte Piel. Das Verteidigungsministerium hätte sich aber selbst um bestimmte Lizenzen wie Sportrechte kümmern müssen. Die ARD-Intendanten wollten die Diskussion nun beenden.Bereits im Sommer 2010 hatte die ARD die Ausstrahlung des Ersten Programms über den Eutelsat-Satelliten Hotbird eingestellt. Nach Protesten der Bundeswehr und öffentlicher Kritik schloss der Senderverbund kurz vor Weihnachten mit den Satellitenbetreibern Astra und Eutelsat Vereinbarungen, das Programm weiter zu verbreiten.

 

 

Sparbemühungen waren ausschlaggebend

Bei der Überlegung, die Übertragung erneut zu beenden, seien Sparbemühungen ausschlaggebend gewesen, hieß es.Die ARD hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, sie habe sich mit dem Verteidigungsministerium darauf geeinigt, dass sie Informationsprogramme wie „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ und die Regionalnachrichten kostenlos zur Ausstrahlung über den Bundeswehrsender bwtv zur Verfügung stelle.Der Reservisten-Verband der Bundeswehr und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hatten Kritik an der erneuten Beendigung der Satellitenübertragung geäußert.

 

 


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